Florian Schröder geistert neuerdings durch alle möglichen TV-Formate um uns konsumierendem Pöbel die politische Welt auf lustigem Niveau zu erklären. Gefeiert als Jungstar in einer Szene die zunehmend veraltert und nicht mehr wirklich viele, sehenswerte Größen zu bieten hat: Politisches Kabarett. Was ein Mario Barth für die Comedyszene scheint ein Herr Schröder für politisch-humoristische Einlagen. Allerdings nervt mich bei Herrn Schröder die Tatsache einer gefühlten Dauerhyperaktivität und Hektik, gepaart mit dem Zwang überall ungefragt seine Parodien ableiern zu müssen – und die auch noch grottenschlecht. Wenn Schröder auf Michel Friedmann macht, klingt das wie ein undefiniertes Gematsche, wenn er uns Kanzlerin Merkel imitiert sieht er aus wie kurz vor dem Stuhlgang – und hört sich irgendwie auch so an. Da bevorzuge ich lieber jemanden der eine Sache richtig kann als viele Sachen gar nicht – oder nur in der eigenen Überzeugung von Können. Herr Schröder scheint nicht wirklich Kabarett aber auch nicht wirklich Comedy, weder Fisch – noch Fleisch. Vielleicht versucht er aber auch nur ein neues Genre zu etablieren:
Kabady oder Comerett?
Schlagworte: Comedy, Comerett, Florian Schröder, Friedmann, Humor, Kabady, Kabarett, Merkel, Parodist, Politik, Schäuble, Westerwelle